Angst und Unsicherheit in der Selbstständigkeit

Die Angst und Unsicherheit ist leider keine Seltenheit in der Selbstständigkeit. Es gibt immer wieder neue Situationen, in denen man sich entscheiden muss und Angst hat, die falsche Entscheidung zu treffen. Wie gehe ich damit um? Wie findet man seinen Weg?

 Auch ich komme immer wieder in diese Situationen. Ich weiß einfach nicht, ob es der richtige Weg wäre. Was, wenn sich hinterher herausstellt, dass man sich falsch entschieden hat? Welche Angst steckt dahinter und sollte ich auf Fakten oder mein Bauchgefühl vertrauen? In der Selbstständigkeit kommen immer wieder völlig neue und unvorhergesehene Herrausforderungen auf einen zu. Was mir in dieser Phase hilft, möchte ich euch heute zeigen.

Diese 4 Dinge helfen Dir bei deiner nächsten

Angst und Unsicherheit in der Selbstständigkeit

#1 Rede darüber!

Spreche deine Zweifel und Ängste aus, denn dann verlieren sie an Größe und Schwere. Je öfter Du mit verschiedenen Menschen darüber sprichst, desto mehr Argumente und Meinungen helfen Dir, Dich zu sondieren. Kennst Du das, wenn bei einer 50 % – 50 % Entscheidung eine Münze geworfen oder geknobelt wird und du mit dem Ergebnis unzufrieden bist? Dann wurde Deine Entscheidung bereits innerlich getroffen. Genauso ist es auch mit den Argumenten, die Andrere haben: Kannst Du alle Meinungen annehmen oder rechtfertigst Du Dich, weil die Entscheidung bereits getroffen ist?

#2 Verdrängen bringt nichts

Ich glaube, das ist mein wichtigster Ratschlag an euch. Sich mit anderen Dingen zu beschäftigen um hauptsache keine Zeit haben darüber zu Grübeln ist nur ein vorübergehendes Verdrängen. Das zwiespältige Gefühlt lässt sich nicht lange einzäumen, es schlummert und schlägt mit voller Wucht zurück. Ablenkung ist also keine Lösung. Stattdessen nehmt euch bewusst die Zeit, die ihr braucht.  Ich lese oder höre Podcasts und gehe in dieser Zeit gerne spazieren/Laufen. Während der Bewegung kann ich das Gelesene/Gehörte verarbeiten und filtern.

#3 Hinterfragen

Hier gehen wir sehr weit in unser Innerstes hinein. Es kann sehr schmerzhaft sein, weil es Erinnerungen hochholt, die wir gerne verdrängen. Doch ich finde es wichtig zu wissen, warum wir etwas tun. Warum wir so sind wie wir sind. Was steckt hinter dem Wunsch oder der Angst oder den Entscheidungen, die wir treffen? Ich gebe euch hierzu ein Beispiel, das ich in meiner Branche bisher bei vielen Schülern beobachtet habe: Ich kenne äußerst perfektionistische Personen, die sich keine Fehler erlauben wollen. Für sie bedeutet ein Fehler Versagen. Sie stellen nach einem nicht perfekten Make-up ihre ganzes Können in Frage. Sie haben Angst, nicht gut genug zu sein. Kritik können sie daher nicht objektiv aufnehmen sondern sehen das immer als Angriff auf die eigene Persönlichkeit. Sie rechtfertigen sich und versuchen sich zu erklären. Wer sich traut, sich und sein Verhalten selbst zu hinterfragen, der kann mit tiefer innerer Zufriedenheit belohnt werden.

#4 Es gibt keine falschen Entscheidungen

Wenn Du meine drei Tipps befolgst, dann hast du gründlich über das Pro und Contra nachgedacht und mit vielen Menschen über dieses Thema gesprochen. Aufgrund dieser Aufbereitung entscheidest Du dich nun bewusst Dafür oder Dagegen. Ich gebe den Argumenten auch immer eine Gewichtung um zu sehen, welcher Aspekt mir wichtiger ist. Nach Deiner Entscheidung musst  Du Deine Meinung auch selbst annehmen und akzeptieren!  Man kann nicht in die Zukunft sehen und hinterher können immer alle schau daherreden. Aber heute entscheidest Du dich bewusst. Du lernst immer dabei, egal wie Du den Weg dabei empfindest. Man bereut auch immer das, was man nicht getan hat.

2018-02-14T19:50:29+00:00 18. Dezember 2017|Allgemein, Mindset & Motivation|
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